Resilienz

Resilienz liegt v.a. rund ums Thema Burn-Out derzeit hoch im Kurs. Auf unterschiedlichsten Seminaren werden Skills und Werkzeuge vermittelt, um mit den Anforderungen des Lebens besser umzugehen. Dabei werden Menschen oft eher einheitlich trainiert mit dem Ziel, leistungs- und widerstandsfähiger zu werden.

Wir gehen einen anderen Weg, unsere Workshops sind keine Management-Seminare.

Ressourcen und Belastungen sind individuell ganz unterschiedlich wie die Erfahrungen, aus denen sie kommen. Daraus entsteht gleichsam Ihre individuelle Resilienz-Landkarte. Auf diese Karte blicken Sie von uns begleitet wie durch ein Vergrößerungsglas. Wir stellen mit Ihnen Brennweite und Fokus ein, Sie bestimmen, wo Sie hinschauen wollen. Wir sind überzeugt, dass Entwicklung hin zu mehr Resilienz einen offenen, individuellen Zugang braucht und im sozialen Kontext – z.B. in einer Coaching-Gruppe – am besten überprüft und integriert werden kann.

Unter Resilienz verstehen wir die Fähigkeit, Krisen und Entwicklungsaufgaben im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönlich und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen. (Welter-Enderlin 2006)

Die jeweils individuell ausgeformte Resilienz zeigt sich im Verhältnis von Risiko- und Schutzfaktoren, die sowohl aus der Biografie als auch vorliegenden Umweltbedingungen resultieren. Sie beeinflussen die Entwicklung und sind keine unveränderlichen, überdauernden Persönlichkeitseigenschaften, sondern verändern sich im Kontext alltäglicher Anforderungen und vorhandener Ressourcen. (Ball/Peters 2007)

Resilienzfaktoren sind u.a. positives Selbstkonzept, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten, Empathie, aktive Bewältigungsstrategien, Selbstregulation, Leistungsbereitschaft u.ä.m. Individuelle Eigenschaften und soziale Fähigkeiten halten sich dabei in etwa die Waage.

Sie sind überwiegend Ergebnisse von Beziehungserfahrungen (von der Familie über Ausbildung, Arbeitsplatz bis hin zu Partnerschaften) und können im Rahmen von Beziehungen wieder am besten verstanden und bearbeitet werden. Hier setzen wir auch mit unserer psychoanalytisch fundierten Methode des Gruppen- und Einzelcoachings an.

Unser Ziel ist es, Sie zu begleiten beim Erkennen Ihrer individuellen Resilienzlage mit Blick auf Ihre aktuellen Anliegen und Entwickeln dieser Ressourcen. Ressourcen, die Sie bereits in sich tragen. Dabei geht es um:

  • Standortbestimmung
  • Selbstreflexion
  • Perspektivenbildung und
  • Stärken Ihrer positiven Schutzfaktoren als Anstoß für nachhaltige Veränderung

 

 

zit. Literatur:

Ball, J., Peters, S. (2007): Stressbezogene Risiko- und Schutzfaktoren. In: Seiffge-Krenke, I., Lohaus, A. (Hrsg.): Stress und Stressbewältigung im Kindes- und Jugendalter. Hogrefe, Göttingen, 126-143.

Welter-Enderlin, R. (2006): Resilienz aus der Sicht von Beratung und Therapie. In: Welter-Enderlin, R., Hildenbrand, B. (Hrsg.): Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände. Carl-Auer, Heidelberg, 7-19.